Aachener Restaurants und Gaststätten

9. August 2010 | Von | Kategorie: Gastronomie

Meyer PevelingsImmer mehr Gastronomiebetriebe in Aachen überwachen Ihre Gäste. Hinweise auf die Kameras werden entweder gar nicht von aussen deutlich gemacht oder so dezent, dass diese nicht wahrgenommen werden. Ob die Kameras in Betrieb sind, wo diese gerade hinschauen, kann der Gast nicht erkennen. Das ist auch nicht gewollt. Wer es nicht weiß, nimmt die Geräte oft nicht mal wahr.

Aber warum tun Gastwirte das? Einen harten Grund konnten wir trotz mehrerer Anfragen an verschiedene Betreiber nicht ermitteln.

Auch hier haben wir es in der Regel mit technisch aktuellen Systemen zu tun. Superzoom, 360 Grad Winkel und fernsteuerbar. Von einem Gastronom wissen wir, dass er seine Gäste mit 2 Kameras überwacht, seine Mitarbeiter mit einer weiteren. Das Ganze auch von Zuhause via Internet. Warum? Tja, mit uns wollte er nicht kommunizieren.

Es ist auch nicht im Interesse der Gastronomen deutlich herauszustellen, dass man Gäste per Videokamera belästigt. Schließlich hält so etwas viele Menschen auch ab das Restaurant oder die Kneipe zu besuchen. Es führt ganz sicher nicht dazu, dass mehr Kunden gerne zu Gast wären.

Die Piraten Aachen fordern die Gastronomie in der Stadt auf die Kameras abzubauen. Gäste sind keine potentiellen Täter oder Verbrecher. Gaststätten sind keine Privaträume. Sie gehören zum öffentlichen Raum.

Wer unbedingt seine Gäste filmen will, soll dazu auch stehen.

  • Deutliche Hinweise auf Überwachung
  • Anzahl der Kameras
  • Kennzeichnung der Kameras, keine unscheinbare, schwarze Halbkugel verschämt in der Ecke versteckt
  • Betriebsanzeige für Gast erkennbar
  • Öffentlich zugängliches Verfahrensverzeichnis mit Gründen, Art, Umfang der Aufnahmen und Speicherung

Quelle: Piratenpartei Aachen, CC-by-SA

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