Die Borngasse in Aachen darf wohl als erste Straße in Aachen den Titel „komplett überwachte Straße“ tragen. Gleichauf mit der Antoniusstraße und Elisengarten / Elisenbrunnen.
Am Parkhaus Wirichsbongardstraße befinden sich drei Kameras mit Blickmöglichkeit auf die Borngasse. Danach übernehmen zwei Kameras am IHK Gebäude hinter der Kreuzung die Überwachung. Dann folgt der Neubau der Aachener und Münchener Versicherung mit mindestens fünf Kameras. Zwei davon überwachen die neue Treppe zur Aureliusstraße und Teile der Aureliusstraße und Marienplatz. Die überwachte Treppe wurde übrigens zum weitaus größten Teil aus Geldern von Stadt Aachen und Land NRW bezahlt. Ob diese Kameras tatsächlich die Straße überwachen lässt sich bisher nicht sagen. Wie bei allen neuen Kameras kann ein Passant oder Gast nicht feststellen, ob diese Kamera in Betrieb ist und in welche Richtung das Objektiv ausgerichtet ist. Auch der Kameratyp, der Rückschlüsse auf Fernsteuerung, Auflösung und Zoom zulässt wird in der Regel geheim gehalten.
Fakt ist, dass die meisten dieser Kameras die Möglichkeit einer 360 Grad Drehbarkeit haben. Sie lassen eine Blickwinkelverstellung zu und haben eine hervorragende Auflösung und sehr gute Zooms. Das Ganze in der Regel per Fernsteuerung.
Hinweise auf die Kameras und die Überwachten Bereiche gibt es natürlich nicht. Man möchte schließlich unbehelligt Filmen.
Ob die Kameras tatsächlich die gesamte Straße einfangen oder nicht ist nicht ohne weiteres ermittelbar. Geschweige denn erkennbar. Technisch dürfte es jedenfalls kein Problem sein. Spätestens, wenn aktuelle Technik eingesetzt wird.
Aber es geht nicht nur darum was tatsächlich gefilmt wird. Allein das pure Vorhandensein ist schon Grund genug entschieden dagegen vorzugehen.
10.08.2010 – Update
Die Aachener und Münchener Versicherung hat noch zwei weitere Kameras am Fuß der Treppe installiert. Damit betreibt die Versicherung in der Borngasse mindestens sieben Kameras im öffentlichen Raum.
Quelle: Piratenpartei Aachen, CC-by-SA
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